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Hochsteiermark: Österreichs Mitte für "Hoch- und Weitwanderer"

Mariazell im Norden, Mürzzuschlag im Osten, Leoben im Süden und Eisenerz im Westen stecken den beeindruckenden Naturraum ab. Am Hochschwab findet man neben 200 Jahre alten Wacholderbäumen und Zwergseidelbast auch die seltene Frauenschuh-Orchidee. Und so viele Gämsen wie in der Hochsteiermark gibt es sonst nirgendwo in den Ostalpen. Die Eisenerzer werden aber auch von den Menschen geschätzt: Bergprofis bietet sich in den Eisenerzer Alpen mit dem Kaiserschild eine echte Nagelprobe: Die mit Überhängen gespickte Plattenzone „gipfelt“ in einer 40 m langen, „luftigen“ Nepal-Brücke. Die Einsteiger haben auf dem Eisenerzer Reichenstein alle Hände und Füße voll zu tun.

Ebenfalls hoch hinaus kommt man auf den über 100 Gipfeln der Hochsteiermark, die 40 Täler überragen. Der 40 km lange Bergriese Hochschwab (2.277 m) bietet Wanderungen von bequem bis extrem – z.B. die Route über das „G’hackte“ für konditionsstarke Abenteurer, die 2007 mit Platz 3 unter den LOWA-Touren ausgezeichnet wurde. Die Hochsteiermark wird aber auch von mehreren Weitwanderwegen durchzogen: Grund dafür ist der weltberühmte Wallfahrtsort Mariazell mit der „Magna Mater Austriae“ – der Gnadenstatue. – aus Gründen des Glaubens, der inneren Einkehr oder um neue Wege für sich zu entdecken. Für Familien ideal ist der Naturpark Mürzer Oberland mit dem Erlebnisweg Rosslochklamm, der an 18 verschiedenen Stationen den Kreislauf des Lebens beleuchtet. Auch im „Wald der Sinne“ wird an 21 speziell gestalteten die Natur für Groß und Klein erlebbar. Sehr kinderfreundlich sind außerdem das 110 km² große, leicht alpine Wandergebiet Schneealm mit seinen Rundwegen und die Aquazelle in Altenberg, die in 16 Stationen das Lebenselixier von Mensch, Tier und Pflanze begreifbar macht.

Filzmoos: Almsommer zwischen Bischofsmütze und Dachstein

Filzmoos liegt auf Salzburger Seite unter der Bischofsmütze (2.459 m), dem markantesten Punkt im Dachstein. Die Gegend rund um das imposante Bergmassiv ist ein traditionelles Wandergebiet, das sich voll Unberührtheit zeigt. Der Frühling taucht die almerische Landschaft in ein farbenfrohes Meer aus Enzian, Anemone, Zwergalmrausch, Butterrose und Leimkraut, während auf den Gipfeln ringsum noch der letzte Schnee liegt. Die der Landschaften rund um den Dachstein bringt Genusswanderer ebenso wie Bergsteiger auf Achse. Insgesamt warten darauf, begangen zu werden. Zu den wanderbaren Tipps zählen die farbenprächtige Aualm, die Schwarze Lacke und die vielen Rundwege, die durch den Filzmooser Wanderbus erschlossen werden.

Bei geführten Themenwanderungen – auch bei Sonnenaufgang oder Vollmond – stehen Wald, Wasser und Licht im Mittelpunkt. Auf Touren kommt man mit Hilfe der Outdoor-Angebote von „Bergspezialist“, „Bergfreund“ oder „Filzmoos aktiv“ – sowie durch die Wanderportale mit Karten und Infos. Die Wanderführer bieten täglich geführte Touren für jeden Anspruch an: von der gemütlichen Familien- Almwanderungen über Nordic-Walking-Touren bis zur Dachsteingletscher-Rundwanderung. Ein „kulinarisches Wandererlebnis“ ist der Krapfenhatscher, der seinen Namen von den typischen Fettgebäcken hat, die in aufgetischt werden. Für kleine Berggeister gibt es eine Märchenwanderung zur „Schwarzen Lacke“ mit einem Märchenerzähler samt Flöte oder Ziehharmonika.

In Ramsau am Dachstein den Himmel berühren

"Wandern auf drei Etagen": Unter diesem Motto bringt Ramsau am Dachstein vom Hochplateau (1.200 m) über die Almregion (1.700 m) bis zum Dachsteingletscher (2.700 m) – alle Größen in Bewegung. Das ausgedehnte Südplateau bietet zahlreiche Möglichkeiten zum gemütlichen Almwandern und spazieren gehen. Die mächtigen Dachstein Südwände erschließen viele leichte, sonnige Wanderwege, Steige sowie Aussichtsplätze und urige Schutzhütten. Die nach „Kali dem Ramsaurier“, erkunden die Natur am Abenteuer-Wasserwanderung in die Silberkarklamm und auf „Österreichs 1. Natur- und Umwelterlebnispfad für Kinder“ mit Baumhaus in der Riesen-Ramsaulinde.

Das Top-Highlight ist Bergsteigen auf den Ramsauer am Sattelberg. Auf dem kindergerecht abgesicherten Bergpfad gibt’s sogar Urkunde und Gipfelnadel für alle, die es ganz nach oben geschafft haben – und dann steht erst das spannende Abseilen vom Gipfel mit der Alpinseilbahn bevor. Mindestens so beeindruckend ist eine Fahrt mit der Dachstein-Südwandbahn auf den Hohen Dachstein, die höchste Erhebung der nördlichen Kalkalpen, die ein gigantisches, urzeitliches Korallenriff fast 3.000 m über dem Meer birgt. Tief im Inneren des Dachsteingletschers ruft der neue mit kunstvoll gestalteten Eiswelten samt Thronsaal, Kristalldom und blauem Salon Bewunderung hervor. auf dem Dachstein Sky Walker, einem „Balkon“ teilweise mit Glasboden, hoch über den Abhängen des Dachstein. Für ausgewachsene Bergfexe sind die 14 Klettersteige am Dachstein – der „Johann“ und der „Irg“ sind nur die bekanntesten – ein echter Aufsteiger-Tipp. In sich gehen können Naturliebhaber bei einer geführten Wanderung über den Bibelsteig mit einem Pfarrer und Bergführer.